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Kompakter, mittelschwerer Kaltblüter mit gefälligem Exterieur. Nicht zu
schwerer Kopf mit meist geradem Profil; kurzer, stark bemuskelter Hals.
Muskulöser Rumpf mit viel Breite, Tiefe und guter Rippenwölbung. Kräftiges,
starkknochiges Fundament, die kurzen, stabilen Gliedmaßen mit kräftigen
Gelenken und Behang, feste, gut geformte Hufe. Kräftiges Langhaar und
Schopf. Alle Grundfarben.
Obwohl erst 1954 anerkannt, liegt der Anfang seiner Zuchtgeschichte im 19.
Jh., als Ungarn noch zur k. u. k. Monarchie gehörte. Damals wurden Noriker
und Percherons eingeführt, um in Ungarn, dem Land der edlen Pferde, den
Bedarf an schweren, ruhigen Arbeitspferden zu decken. Für das zum
Staatsgestüt Kisber gehörende Vorwerk Pula wurden 1883 je drei Ardenner
Hengste und Stuten gekauft und mit den vorhandenen Arbeitspferden zur Zucht
eines nicht zu schweren Kaltblutpferdes benutzt. Im Südwesten Ungarns führte
das zur Bildung eines geschlossenen Zuchtgebietessten Ungarns führte
das zur Bildung eines geschlossenen Zuchtgebietes, das die Zucht bis heute
beeinflusst hat. Die Kaltblutzucht wurde erst in den 20er Jahren
intensiviert, als größere landwirtschaftliche Maschinen und der Rückgang der
Zucht von Arbeitsochsen ein schweres und ruhiges Arbeitspferd verlangten.
Träger der Kaltblutzucht waren Staats- und Privatgestüte und vor allem die
Pferdezuchtvereine. Obwohl auch Noriker und Muraközer gekreuzt wurden, hat
vor allem der Ardenner die Kaltblutzucht geprägt. Da in Ungarn kein
Pferdefleisch gegessen wird und die Mechanisierung der Landwirtschaft der
Verwendung von Kaltblutpferden Grenzen setzt, wird vor allem für den
Fleischexport gezüchtet. |