|
Diese Rasse besitzt Merkmale des prähistorischen
Ramskopfpferdes, ähnelt aber auch dem aus ihr entwickelten iberischen
Edelpferd (Genette, Andalusier). Edler Ramskopf auf hoch aufgesetztem Hals
mit guter Linie, deutlich markierter Widerrist, lange Schulter. Der Rumpf
ist schmal, tief und kurz, die Kruppe leicht abfallend. Die Beine sind
trocken und zart, dabei von unglaublicher Härte. Typisch ist die gelbe
oder mausgraue Falbfarbe mit deutlicher Zebrierung an den Beinen und
Aalstrich.
Diese Rasse kann als der Urahn aller iberischen
Edelpferde angesehen werden. Wie Höhlenbilder beweisen, existierte sie
bereits in frühgeschichtlicher Zeit und steht im engen Zusammenhang mit dem
Berber. Sorraias wurden, von der Fachwelt vergessen, in Portugal von jeher
als Hütepferde der Vaqueiros (Rinderhirten) verwendet. 1920 entdeckte der
Hippologe Dr. Ruy d'eiros (Rinderhirten) verwendet. 1920 entdeckte der
Hippologe Dr. Ruy d'Andrade eine wildlebende Population in dein
unzugänglichen Sumpfgebiet zwischen den Flüssen Sor und Raia. Er erwarb eine
kleine Zuchtherde, die von ihm und später von seinem Sohn erhalten wurde.
Auch der Staat erhielt eine kleine Population, nachdem in der so genannten
Nelken-Revolution 1975 fast alle Tiere umkamen. Der bekannte Hippologe Dr.
Schäfer hält bei München noch eine Zuchtherde mit ca. 40 Tieren, der
Gesamtbestand dürfte 120 Tiere kaum überschreiten.
|