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Mittelschwerer, harmonischer Kaltblüter. Kopf mit trockenem, ansprechendem
Gesicht, kräftiger, gut aufgesetzter Hals. Schräge, muskulöse Schulter und
gut bemuskelte Kruppe. Trockenes, korrektes Fundament mit harten Hufen.
Kräftiges Langhaar und Fesselbehang. Rappen, Braune, Füchse, Rapp-, Braun-
und Fuchsschimmel.
Die Pferdezucht in Sachsen und Thüringen hat eine lange, bewährte Tradition.
Die ehemals kurfürstlichen Gestüte Merseburg, Torgau, Moritzburg und die
Anfänge der „Landbeschälung" 1765 im Erzgebirge erinnern daran. Thüringen
hatte mit Allstedt ein fürstliches Hofgestüt, dessen Wurzeln bis in das
frühe 12. Jh. reichen. Während man in Thüringen neben schweren Warmblütern
vor allem mittelschwere Kaltblüter im belgisch und später
rheinisch-deutschen Typ bevorzugte,Kaltblüter im belgisch und später
rheinisch-deutschen Typ bevorzugte, begann man im Königreich Sachsen Mitte
des 19. Jh. mit der Zucht auf der Grundlage von Norikern, Percherons und
Shires. Während in Sachsen die Zahl der 1898 vorhandenen 89.865 Kaltblüter
im Jahre 1928 auf 43.706 zurückgegangen war, stieg sie in Thüringen von
24.445 bis 1928 auf 53.614. In beiden Zuchtgebieten ging die Zahl der
eingetragenen Stuten und Hengste nach 1945 stark zurück, ohne allerdings den
Bestand zu gefährden. Die Zucht wird im Bereich der Landesverbände, die mit
den Zuchtverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz-Saar
als Süddeutsche Pferdezuchtverbände zusammenarbeiten, in Thüringen und
Sachsen von den Pferdezuchtvereinen getragen. |