| Modernes Sportpferd
mit deutlichem Edelbluteinschlag. Gerader oder leicht geramster,
ausdrucksvoller Kopf, von einem gut geformten und aufgesetzten Hals
getragen. Lange, schräge Schulter und kräftiger Rist, der in einen
mittellangen, manchmal etwas weichen Rücken übergeht. Leicht abgeschrägte,
muskulöse Kruppe, tiefer und breiter Rumpf, hoch angesetzter Schweif. Klare,
kräftige Beine mit breiten Gelenken und guten Hufen, hervorragende Mechanik
in allen Gangarten und gutes Springvermögen. Vor allem Braune, Dunkelbraune,
Rappen und seltener Füchse.
Im Nordwesten
Deutschlands steht der Oldenburger schon seit dem 17. Jahrhundert hoch im
Kurs. Die Rasse lässt sich auf den holländischen Friesen zurückführen. Die
schweren Zugpferde wurden zunächst mit Andalusiern und Berbern gekreuzt, um
so ein leichteres Arbeitspferd zu erhalten. Im 19. Jahrhundert wurden die
Tiere durch Cleveland Bays, Vollblut, Anglo - Normannen und Hannoveraner
weiter verbessert.
Anfangs wurde die Rasse als Kutschpferd eingesetzt. Sie war auch in der
Landwirtschaft und im militärischen Einsatz zu finden. Nach dem Ersten
Weltkrieg wurde der m militärischen Einsatz zu finden. Nach dem Ersten
Weltkrieg wurde der Oldenburger bei der Armee nicht mehr benötigt, dafür
wurde er aber bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs auf Bauernhöfen
gebraucht. Als er keine eindeutigen Aufgaben mehr hatte, kreuzten die
Züchter ihn mit Vollblütern und Trakehnern, um ihn soweit zu verbessern (und
vor allem leichter zu machen), dass er als Allroundpferd eingesetzt werden
konnte.
Der Oldenburger half zusammen mit dem Vollblut, dem Cleveland Bay und dem
Normannen, die alte Zugrasse der Rotteler soweit zu modifizieren, dass ein
Reitpferd entstand, das heute als Bayrisches Warmblut bekannt ist. |