| Unveredelte, halbwilde
Ponyrasse; recht grober Ramskopf auf tief getragenem, kräftigem Hals;
genügend Widerrist; stabiler, rundrippiger Rumpf; kräftiger Rücken mit
leicht abgeschlagener Kruppe; starke, kurze Beine und unglaublich harte
Hufe.
Der Mustang ist das
nordamerikanische Wildpferd; es stammt von den Pferden spanischer Siedler ab
und hat deshalb Blut von Andalusiern, Arabern und Berbern in sich. Mustangs
sind über 300 Jahre frei umherzogen - eine Zeitspanne, in der sie sich zu
zähen, genügsamen und unabhängigen Pferden entwickelt haben. Viele wurden
von Indianern eingefangen, später waren sie auch bei den Cowboys sehr
beliebt. Bei den ersten Mustangs waren das spanische und das Berberblut
unübersehbar.
Mustangs haben ein gutes Gespür für Rinder. Neben der Arbeit mit den
Viehherden kreuzte man sie auch mit größeren Rassen, die Siedler
mitbrachten, um größere Arbeitspferde zu züchten. Später wurde auch mit dem
Vollblut gekreuzt. Mit dem Quarter Horse gelang die bemerkenswerteste
ZüchtVollblut gekreuzt. Mit dem Quarter Horse gelang die bemerkenswerteste
Züchtung einer neuen Rasse, die auf den Mustang zurückgeht. Er war aber auch
bei anderen Rassen wie dem Appaloosa, Palomino und dem Pinto beteiligt.
Die Zahl der wildlebenden Mustangs ist so stark zurückgegangen, dass sie
heute per Gesetz geschützt sind. Außerdem wurden zahlreiche Register
angelegt, um die verschiedenen Unterarten zu erhalten. Im Register für
Spanische Mustangs z.B. werden die Berberabkömmlinge geführt. Diese Pferde
eignen sich besonders als Reitpferd und für Ausdauerrennen. Im Register für
spanische Berbermustangs werden die Tiere erfasst, die keine reinrassige
Berberabstammung aufweisen, aber die korrekten Merkmale haben. |