| Ein primitives
Steppenpferd, das im Aussehen stark an den Equus Przewalski erinnert. Der
Kopf ist derb und groß, mit kleinen Augen und kräftigen Kiefern. Der Hals
ist kurz, tief angesetzt und weist oft starken Unterhals auf. Kurze und
steile Schulter, Widerrist lang und flach. Die Mittelhand ist kräftig und
lang, oft mit Karpfenrücken. Die Kruppe ist kurz, abgeschlagen und schmal.
Die Beine sind robust und weisen stahlharte Hufe auf. Ein nicht sehr
ansprechendes, aber ausgesprochen hartes und ausdauerndes Pony von rund 135
bis 145 cm Stockmaß, das in allen Farben auftritt, oft als Falbe mit
Aalstrich und Zebrierung an den Beinen. Wenig raumgreifende Gänge, bei
starker Neigung zum Paß.
Im Nordwesten der Mongolei fand man im 18. Jahrhundert Restbestände des
mongolischen Wildpferdes, dessen naher Verwandter das mongolische Pony ist.
Bereits im 6. Jahrhundert nr Verwandter das mongolische Pony ist.
Bereits im 6. Jahrhundert nach Christus beschreibt Publius Vegetius Renatus
die Reitpferde der Steppenbewohner als "klein, hässlich und unglaublich
hart". Die Nomaden, die die Ponys in Herden züchten, halten Stuten zur
Milchgewinnung, die zu einem Kumyß genannten Getränk vergoren wird. Das
Pferd hat als Leder-, Fleisch- und Milchlieferant eine zentrale Funktion in
der Kultur der Nomaden. Es existiert in einigen Schlägen. In einigen
Gebieten wurden Don- und Traberhengste eingekreuzt, um schnellere, größere
Pferde zu erhalten, wodurch die ursprüngliche Härte und Genügsamkeit
verloren ging. |