| Der Maremmano besitzt
einen langen, geramsten Kopf mit kleinen Augen, der von einem muskulösen,
eher kurzen Hals getragen wird. Die Schulter ist zumeist kurz und ziemlich
steil, der Widerrist kräftig. Der lange Rücken geht in eine abgeschlagene,
kantige Kruppe über, der Schweif ist tief angesetzt. Die Beine sind sehr
stabil, trocken und mit guten, breiten Gelenken ausgestattet. Bei
einer mittleren Höhe von 155 cm Stockmaß hauptsächlich Rappen und
Dunkelbraune, seltener Schimmel und Füchse.
In der feuchten, heißen Maremma zwischen Tiber und Arno werden vermutlich
schon seit etruskischen Zeiten Pferde gezüchtet. Seit dem Altertum nahmen
verschiedene Rassen Einfluss; manche Merkmale des Berbers etwa meint man
noch heute im Maremmer zu erkennen. Die Rinderhirten der Maremma sind bis
heute auremmer zu erkennen. Die Rinderhirten der Maremma sind bis
heute auf diesen Pferden beritten, welche wendig und zuverlässig sein müssen
und einen gewissen Cow-sense besitzen. Zur Verbesserung der alten Rasse
kreuzte man im 1850 gegründeten Gestüt Tombola Hengste aus dem königlichen
Gestüt San Rossore, zwei englische Halbblüter und einen Araber, ein.
Neuerdings wird der Einsatz von Vollblut verstärkt, um ein leichtes
Sportpferd mit guten Points zu erreichen, den Maremmano megliorato
("verbesserter Maremmer"). |