| Praktisches
Wirtschaftspferd vom Typ des schweren Warmblutes. Gerader, großer Kopf, von
einem kräftigen Hals getragen. Dieser geht in eine lange, schräge und
massive Schulter über; breiter, flacher Rist. Der Rumpf ist tonig, die
Kruppe kräftig und breit, dabei leicht abgeschrägt und manchmal etwas kurz.
Oft etwas langer, weicher Rücken. Das Fundament ist von hervorragender
Qualität, mit viel Substanz, guten Gelenken und harten, großen Hufen. Meist
Braune, Füchse, Rappen.
Von jeher existierten in den baltischen Ländern kleine, robuste
Arbeitspferde (Klepper), beeinflusst durch finnische, russische und
importierte Pferde. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden
umfangreiche, doch wenig erfolgreiche Verbesserungsmaßnahmen begonnen. Nach
he, doch wenig erfolgreiche Verbesserungsmaßnahmen begonnen. Nach
dem 1. Weltkrieg wurden erneut umfangreiche Importe nötig. Oldenburger,
Orlow-Traber, Hannoveraner und Groninger wurden erfolgreich verwendet. Nach
1939 begannen große Anstrengungen zur Verbesserung. Die Oldenburger Hengste
Siero, Germino, Ammosh, Banko und Gothenfürst begründeten wichtige Linien.
Es entstanden robuste, vielseitige Gebrauchspferde, die streng nach Leistung
selektiert werden. |