| Primitives
Nutzpferd mit Merkmalen des Tarpans. Langer, trockener Kopf, starke
Ganaschen und kurzes, schweres Genick. Hals kurz und sehr kräftig, mit
starkem Unterhals und mäßiger Aufrichtung; wenig ausgeprägter, breiter
Widerrist. Breiter, tiefer und langer Rumpf, kräftiger Rücken und abfallende
Kruppe. Schulter kräftig, aber steil und kurz. Harte, trockene Gliedmaßen
mit kleinen Hufen, dabei häufig mangelhafte Sprunggelenke. Gesundes,
langlebiges und instinktstarkes Bergpferd, guter Futterverwerter. Energische
Bewegungen, sehr trittsicher. Meist Braune und Falben, selten Rappen und
Füchse, auch Schimmel und Schecken, die nicht typisch sind.
In den unwegsamen Hochwäldern der Karpaten siedelten Nachkommen von
Kosaken und Tartaren aus dem südrussischen Raum, die Huzulen. Bis etwa 1900
erfolgte die Zucht in der echten »Huzulei«, nördlich des Flusses Bistritz;
auf Hochwecht in der echten »Huzulei«, nördlich des Flusses Bistritz;
auf Hochweiden wuchsen die Pferde halbwild heran. Mit der Gründung einiger
Militärgestüte, z.B. Luczyna 1870, geriet die Reinzucht in eine Krise. Man
setzte orientalische und englische Hengste ein sowie Koniks. Dadurch ging
der ursprüngliche Typ fast verloren. Nach 1918 wurde der Bestand auf die
damalige Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Polen verteilt. 1924 regte
Rittmeister Holländer die Gründung des Zuchtverbandes und eines Stutbuches
in der Huzulei an. Die Rasse ist wegen ihrer Härte und Leistungsfähigkeit
beliebt. |