| Großes,
sehr kräftiges Pony, oft etwas kaltblütig wirkend. Der Kopf ist ziemlich
derb, mit kräftigen Gamaschen und geradem oder leicht geramstem Profil. Hals
kräftig, tief aufgesetzt. Langes, dichtes Langhaar ist typisch. Schultern
breit und wuchtig. Rücken stark und gut mittellang, Hinterhand gut
bemuskelt, mit leicht abfallender Kruppe. Die Beine sind massiv, mit harten
Hufen und etwas Kötenbehang. Sehr trittsicher. Besonders häufig Schimmel und
Falben, seltener Braune und Isabellen.
Das
Highland Pony aus dem nördlichen Schottland stammt wahrscheinlich vom
gleichen keltischen Typ ab wie das Exmoor Pony und ist danach vom - heute
ausgestorbenen - Galloway und später durch Araberblut beeinflusst worden.
Ursprünglich gab es zwei Stämme, die sich den örtlichen Anforderungen gemäß
weiterentwickelt haben. Der Festlandstamm, als Garron bekannt geworden, war
das größere der beiden Tiere und mit einer Höhe von 140 cm überhaupt die
stärkste und größte der einheimischen Rassen. Der Stamm der westlichen
Inseln maß im Schnitt 120 cm. Durch Kreuzungen sind diese Unterschiede
inzwischen fast gänzlich verschwunden.
Das Highland Pony wurde traditionell von schottischen Kleinbauern zu allen
möglichen Arbeiten herangezogen. Sie konnten schwere Gewichte tragen und
zeigten sich bei der Arbeit auf dem zerklüfteten und schwierigen Gelände des
schottischen Hochlandes erstaunlich behände und trittsicher.
Das Highland Pony trifft man heute hauptsächlich in Schottland an, wo es
vielseitige Verwendung findet. Die größeren arbeiten bei den Pirschjägern,
um die erlegten Tiere von den Bergen zu holen; sie sind sehr gute
Trekkingponys und werden bei Baumfällarbeiten und beim Schafehüten
eingesetzt. Die kleineren Tiere eignen sich besonders als Reitponys für
Kinder.
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