| Durchwegs torfbraune
oder dunkelfalbe Tiere ohne Abzeichen. Charakteristisch die gelbliche
Fellfarbe um Augen, Maul (Mehlmaul) und an der Innenseite der Schenkel. Der
Kopf ist lang und gerade, mit breiter Stirn, großen Nüstern und starken
Kiefern. Tiefer, breiter Rumpf mit langem Rücken. Die Beine sind gut, haben
kurze Röhren, starke Gelenke und harte Hufe. In seiner Erscheinung soll das
Exmoor einem kleinen, kräftigen Hunter gleichen, dabei aber über viel
Ponytyp verfügen. Die Bewegungen sind frei und raumgreifend, das
Springtalent ist beachtlich.
Das Exmoor ist die
älteste einheimische Rasse Großbritanniens. Wahrscheinlich hat es schon in
vorgeschichtlicher Zeit existiert. Das Exmoor-Gebiet ist ziemlich isoliert,
und die Rasse ist bemerkenswert rein geblieben. Das moderne Pony
unterscheidet sich von seinen Urahnen nur unwesentlich.
Die Moorlandschaften sind rau und abgelegen, weshalb das Exmoor berühmt für
seine Zähigkeit und Unverwüstlichkeit ist, die sich in dieser Umgebung
herausgebildet haben. Es ist sogar in der Lage, im Winter bei meterhohem
Schnee zu überleben. Das Exmoor ist sehr kräftig; es trägt einen Erwachsenen
mühelos einen ganzen Tag.
Die Tiere leben immer noch in wilden Herden, sie befinden sich aber in
privatem Besitz und sind in Zuchtbüchern registriert. Einmal im Jahr werden
sie Zusammengetrieben und zur Untersuchung auf die Farmen gebracht. Dabei
werden die wertvollen Tiere mit einem Brandzeichen gekennzeichnet und
registriert. Wegen seiner Widerstandsfähigkeit und Ausdauer wird das Exmoor
gern bei der Züchtung neuer Rassen eingesetzt; Kreuzungen mit Vollblütern
ergeben besonders hochwertige Nachkommen. Zu diesem Zweck sind Exmoor Ponys
in den letzten Jahren in die ganze Welt exportiert worden.
Ponys, die gerade im Moor gefangen wurden, scheinen zunächst sehr wild zu
sein. Nach einem guten Training werden sie dann aber zu idealen Reitponys
für Kinder. |