| Uneinheitliche Rasse,
die in einen schweren, einen leichten und einen Traber-Typ unterteilt werden
kann. Trockener, breiter Kopf mit geradem Profil und ponyartigem Ausdruck.
Langer, sehr kräftiger Hals mit üppiger Mähne auf schräger, massiver
Schulter. Wenig Rist, langer, etwas matter Rücken, wuchtige Hinterhand.
Abfallende, breite Kruppe mit bodenlangem, dichtem Schweif. Breiter, tiefer
Rumpf mit ausladender Rippenwölbung. Kräftige, kurze Beine mit derben
Gelenken, ausgezeichnetem Fundament und ziemlich viel Behang. Die Hufe sind
hart und groß. Energische Aktion, im Trab sehr raumgreifend. Farben zumeist
Braune und Rappen.
Das Dölepferd gehört
zu einer alten norwegischen Rasse, die aus dem Gudbrandsdal zwischen Oslo
und der Nordseeküste stammt. Sie macht etwa zwei Drittel aller Pferde in
Norwegen aus.
Nach Typ und äußerer Erscheinung ähnelt es dem Friesenpferd, dem Dale und
dem Fell Pony, was seinen Grund darin haben mag, dass alle aus der gleichen
vorgeschichtlichen Art hervorgegangen sind. Wahrscheinlicher ist aber, dass
es zu Kreuzungen mit einheimischen Rassen kam, als friesische Händler ihre
Pferde zwischen dem 5heimischen Rassen kam, als friesische Händler ihre
Pferde zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert bis nach England und Norwegen
brachten.
Das Dölepferd erscheint in unterschiedlichen Größen, weil manche von ihnen
mit schweren Zugrassen gekreuzt wurden, um ein kräftiges Arbeitspferd zu
erhalten, während andere mit Vollblütern gekreuzt wurden, um einen
leichteren Typ zu züchten. Aus dieser Typenvielfalt ergibt sich, dass man
Dölepferde bei schweren Zugarbeiten, aber auch bei der Forst- und
Landwirtschaft, als Wagen- und als Reitpferd einsetzen kann.
Ein Ableger des Dölepferdes, der Döle - Traber, entstand im 19. Jahrhundert
durch die Kreuzung zwischen Döle und Vollblut. |