Kurzer, schlichter Kopf mit kleinen Ohren und freundlichen, intelligenten
Augen. Außerordentlich kurzer Hals, kompakter Rumpf mit breiter Hüfte,
abfallender Kruppe und tief angesetztem Schweif. Stabiles Fundament, die oft
unterständigen Gliedmaßen mit breiten, kurzen Fesseln. Braune, Rappen,
Füchse, Schimmel, Palominos, Stichelhaarige und Braunschimmel, oft mit
weißen Abzeichen.
Das 16. Jh. war die Geburtsstunde des Ponys, als spanische Abenteurer unter
de Soto auf ihrem Zug von Florida nach Tennessee und North Carolina den
Chickasaw Indianern begegneten. Denn als de Soto den Stamm zwingen wollte,
den Transport der Ausrüstung zu übernehmen, verjagten diese die
Eindringlinge, und deren mehr als 100 Pferde entliefen in die Wälder. Viele
davon wurden später eingefangen und von den Indianern zum Reiten und zur
Zuchrden später eingefangen und von den Indianern zum Reiten und zur
Zucht verwendet. Die Siedler erkannten bald den Wert der Indianerponys, die
klein, kräftig und wendig waren, einen sehr schnellen Antritt hatten, sich
über kurze Distanzen sehr schnell bewegten und so ganz anders waren als ihre
Pferde. Sie kauften Pferde von den Chickasaws und kreuzten sie mit ihren
Pferden, am erfolgreichsten beim Quarter Horse, dem die Ponys ihre
Spurtschnelligkeit vererbten. Daraus entwickelten sich alle die Kassen, die
man für die Arbeit mit den Rindern benötigte, kräftige, muskulöse, schnell
reagierende, antrittsschnelle Pferde. Die Popularität des Chickasaw nahm um
1800 ab, als man sie rnit orientalischen Rassen kreuzte. Doch seit den 60er
Jahren dieses Jahrhunderts nimmt das Interesse wieder zu. |