| Mittelgroßes, heute beinahe modern wirkendes
Warmblutpferd, das dennoch ein Hauch des alten Neapolitaners umgibt. Großer,
leicht geramster Kopf mit freundlichem Ausdruck, auf einem langen, sehr gut
geschwungenen, kräftigen Hals sitzend. Gute, schräge Schulter, Rist von
mittlerer Höhe, kompakter Rumpf. Bei guter Tiefe und Breite etwas lang im
Rücken, Kruppe gut bemuskelt und leicht abgeschrägt, tiefer Schweifansatz.
Trockene, stabile Beine, relativ kurze Röhren, harte Hufe, nahezu kein
Behang. Alle Grundfarben, meist aber Füchse und Braune
Bereits im Altertum
waren Pferde aus Süditalien als besonders kräftig bekannt. Unter Dionysius
1. soll Sizilien die besten Pferde des Altertums besessen haben. In der
Renaissance waren die so genannten Neapolitaner wegen ihrer Eleganz und
Gelehrigkeit begehrt. Aufgrund der Nähe zu Nordafrika darf man einen star Gelehrigkeit begehrt. Aufgrund der Nähe zu Nordafrika darf man einen starken
Einfluss des Berbers vermuten, aber auch spanisches Blut fand hierher. Der
Calabreser und der ihm verwandte Salerner erfuhren im vorigen Jahrhundert
durch politische Wirren einen Niedergang, der zu Beginn unseres Jahrhunderts
durch die Einkreuzung Englischen Vollblutes aufgefangen wurde. Der alte Typ
des ramsköpfigen, barocken Schulpferdes ging damit verloren. Der heutige
Calabreser stellt im wesentlichen einen Schlag des Salerners dar. |