| Je nach Zuchtrichtung und Verwendungszweck
drahtiges Blutpferd bis massiger Karossier. Den Sportpferden sind allgemein
folgende Merkmale eigen: gefälliger Kopf, oftmals leicht arabisiert; Hals
genügend lang, nicht immer ideal geformt. Schulterpartie, Rumpf und Kruppe
von genügender Korrektheit Lind Substanz, Harmonie der Linien oft
mangelhaft. Fundamente je nach Aufzucht und Abstammung leicht bis schwer,
dabei manchmal unkorrekt und mit Aufzuchtfehlern behaftet. Hufe oft
vernachlässigt oder weich. Alle Farben außer Schecken.
Im Gebiet der früheren
Tschechoslowakei züchtete man seit Jahrhunderten zahlreiche Pferderassen. In
Böhmen fanden vermehrt schwere Typen Verbreitung, während man sich in der
Slowakei an den leichteren ungarischen Rassen orientierte. In Mähren
bevorzugte man unter dem Einfluss orientalischer Hengste (Shagya, Araber)
leichtere Typen. Zeitweise fanden auch gewagte Kreuzungsexperimente s)
leichtere Typen. Zeitweise fanden auch gewagte Kreuzungsexperimente statt,
die sich einzig an der Zweckmäßigkeit orientierten und die Zucht nachhaltig
schädigten. Seit den 60er Jahren erfolgte eine Umstellung auf ein
vielseitiges, mittelrahmiges und leistungsfähiges Warmblut, wobei Hengste
der deutschen Rassen sowie der alten, bewährten k.-u.-k.-Rassen Furioso,
Gidran etc. und Vollblüter zum Einsatz kamen. |