| Eine der elegantesten schweren Rassen
überhaupt; die Pferde haben einen orientalischen Schmelz und besonders
leichte Bewegungen. Der Kopf ist fein gemeißelt und gerade, der Hals korrekt
und kräftig, einer manchmal etwas kurzen, steilen Schulter entspringend. Der
Rumpf ist kompakt und geht in eine leicht abschüssige, muskulöse Kruppe
über. Die Beine sind kräftig, sehr trocken und ohne Behang, die Hufe hart
und klein. Farben: Schimmel, Fuchs und Brauner.
Man führt die besonders harmonische Erscheinung der Rasse auf frühe
Einkreuzungen orientalischen Blutes zurück. Schon Cäsars numidische Söldner
sollen vor der Einschiffung nach Britannien um Boulogne gelagert und ihre
afrikanischen Hengste mit einheimischen Stuten gekreuzt haben. Im 17. Jh.
erhielt die Rasse ihren heutigen Namen und entwickelte . Im 17. Jh.
erhielt die Rasse ihren heutigen Namen und entwickelte sich in zwei
Schlägen, dem kleineren, sehr agilen Mareycur, der für den raschen Transport
der frischen Meeresfrüchte von Boulogne zu den Pariser Märkten eingesetzt
wurde, und den schweren Zugtyp namens Dunkerque. Leider ist der nützliche
Mareyeur inzwischen fast ausgestorben, denn die Hauptnutzung für Kaltblüter
im heutigen Frankreich ist die Schlachtpferdeproduktion |