Unverkennbar der orientalische Einfluss auf den zierlichen „Bataker".
Kleiner Kopf mit konkavem oder auch geradem Profil, große Augen und
lebhaftes Ohrenspiel. Hoch aufgesetzter Hals mit gelegentlicher Neigung zum
Hirschhals, gute Schulter, mittellanger, kräftiger Rücken, leicht abfallende
Kruppe, üppiges Langhaar. Trockene, gut bemuskelte Gliedmaßen mit gut
geformten, gesunden Hufen. Alle Farben. Stockmaß 120 bis 134 cm.
Verbreitung: Indonesien, mit dem Hauptzuchtgebiet Sumatra.
Fleißiger Schritt, flotter, ausdauernder Trab, guter Galopp. Fromm,
lebhaftes Temperament, leistungsbereit, genügsam und leichtfuttrig. Ein
ausdauerndes und trittsicheres Pack-, Reit- und Fahrpony, mit dem auch
Rennen geritten werden.
Pferde waren auf der indonesischen Inselwelt schon vor Jahrhunderten das
Haupttransportmittel. Das Batak - Pony, auch Deli - Pony genannt, verdankt
seinen Ursprung den von chinesisch - mongolischen und arabischen Händlern
ins Land gebrachten Pferden, die als Transportmittel benötigt wurden. Die
Niederländische Ostindien-Kompanie und die Kolonialtruppen führten ab dem
17. Jh. weitere Pferde der verschiedensten Rassen ein, die sich, bedingt u.
a. durch die geographischen Verhältnisse, zu unterschiedlichen Schlägen
entwickelten. Ein einheitliches Zuchtziel für die sich je nach Insel
unterschiedlich entwickelten Rassen hat es lange nicht gegeben. Unter der
Kolonialherrschaft wurde es auch nicht gefördert, weshalb die Zucht
degenerierte. Die starke Motorisierung in unserem Jahrhundert trug zum
weiteren Rückgang der Zucht bei. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken
errichtete die indonesische Regierung in Minda Kabau ein großes Gestüt und
führte edle arabische Hengste zur Blutauffrischung der bedrohten Rasse ein. |