|












| |

Exterieurbeschreibung:
Der Arravani ist ein nützliches, hartes Pony von rund 125 bis 140 cm Stockmaß,
bei einem nicht besonders ansprechenden Exterieur. Der etwas gewöhnliche Kopf,
der manchmal orientalischen Einfluss verrät, wird von einem sehr kräftigen Hals
getragen. Der Rumpf ist ausreichend breit und tief, mit einem flachen Widerrist
und einem tragfähigen Rücken. Die mächtige Kruppe ist abfallend und schmal. Das
trockene, feine Fundament und die Hufe sind von einer unverwüstlichen Härte.
Stellungsfehler sind relativ häufig. Rassetypisch ist ein schlecht
eingeschientes Sprunggelenk und eine daraus resultierende Kuhhessigkeit.
Herkunft:
Das Zuhause des Arravani ist das Flusstal des Pinios im Peloponnes/Griechenland
und die dort angrenzenden Hügelgebiete.
Leistung:
Die Bewegungen sind eifrig, dabei wenig raumgreifend, wenn auch Ausdauer und
Trittsicherheit wie bei allen Bergrassen durchwegs hervorragend sind. Der Rasse
wird ein überraschendes Springvermögen nahegelegt, das sich besonders in den
Kreuzungsprodukten mit Vollblütern zeigt, die beliebte Reittiere darstellen.
Daneben wird gerne mit Eselstuten zur Produktion von Mauleseln gekreuzt. Viele
der in der Landwirtschaft tätigen Ponys werden im Tölt ausgebildet, der Arravani
heißt und ein sehr bequemes Reitgefühl vermittelt.
Zuchtgeschichte:
Wann man mit der Zucht der Arravanis begann, ist ungewiss. Es wird jedoch
spekuliert, dass man zur Zeit der Osmanischen Herrschaft ehemals eigene Zuchten
mit verschiedenen arabischen Pferderassen kreuzte. Für den Arravani werden keine
Zuchtbücher geführt, sondern nur vereinsinterne Abstammungsnachweise. Da
Arravanis in Griechenland reine Gebrauchsponys sind, wurde auf das Exterieur
nicht sonderlich geachtet.
|