| Das kräftige Reitpferd besitzt einen breiten Kopf mit weit
auseinander liegenden Augen und langen, lebhaften Ohren. Sein langer Hals
ist gut bemuskelt und geht in starke, schräge Schultern über. Der Rücken ist
ziemlich lang, die Hinterhand muskulös.
Die Geschichte dieser
Rasse lässt sich bis vor 1000 Jahren zurückverfolgen, schon damals soll in
der Normandie ein gutes, temperamentvolles, stabiles Tier, das Normannische
Pferd, gezüchtet worden sein. Zur Verbesserung der Rasse wurde 1898 in
großem Stil Englisches Vollblut eingekreuzt. Ursprünglich eine recht bunte
Mischung heimischer, orientalischer und deutscher Rassen (Holsteiner!). lm
19. Jh. großer Einfluss von Voll- und Traberblut. Damals entstand der Name
19. Jh. großer Einfluss von Voll- und Traberblut. Damals entstand der Name
Anglo - Normänner, unter dem die Rasse bis vor kurzem bekannt war. Man
unterschied vier Schläge: den Cob, den Karossier, den Typ Selle und den
Traber. Alle wurden im selben Stutbuch geführt und untereinander gekreuzt.
Ständige Zufuhr von Vollblut und günstige Aufzuchtbedingungen ließen die
heute Selle Francais genannte Rasse zu einem Großlinierten, leistungsfähigen
Sportpferd werden. Bedeutende Hengste, die auch im internationalen
Springsport bekannt wurden: Ahne, Jalisco B, Galonhet. Der Selle Francais
übt großen Einfluss auch auf andere Rassen aus. |